8 Mio
Artikel im Lager
Jeder einzelne muss auffindbar sein — in Sekunden, nicht in Minuten.
Case Story · Logistik & Bekleidung
Sechzig Roboter, acht Millionen Artikel, ein ERP. Wir waren einen Tag lang im Lager eines Teamsport-Ausstatters — und haben genau das gesucht, was dort nicht passiert.
05:40 Uhr
Es ist noch dunkel, als in der Halle das Licht angeht. 4.500 Quadratmeter Hochregal, zwölftausend Palettenstellplätze, acht Millionen Artikel auf sechs Ebenen. In der Mitte fahren sechzig Roboter los und holen, was heute raus soll. Sie machen dabei erstaunlich wenig Lärm.
Wer hier arbeitet, redet nicht über IT. Man nimmt den Scanner aus der Ladeschale, tippt sich an, und die erste Kiste steht bereit. Dass zwischen diesem Antippen und der Kiste ein ERP, ein Netzwerk und sechzehn Server liegen, denkt um diese Uhrzeit niemand. Das ist die ganze Idee.
8 Mio
Jeder einzelne muss auffindbar sein — in Sekunden, nicht in Minuten.
60
Sie bringen die Ware selbstständig zur Kommissionierung und warten auf Daten, nicht auf Menschen.
48 Std
Das Versprechen gilt auch dann, wenn irgendwo etwas hakt.
95 %
Nichts wird erst bestellt, wenn jemand bestellt.
Zwei Räume, ein Tag
Sichtbar
Unsichtbar
Regalgang um Regalgang, sechzig Shuttles unterwegs, acht Millionen Artikel in Reichweite. Hier arbeitet man mit den Händen und einem Scanner — und redet nicht über IT.
Das Lager ist der Teil des Unternehmens, den man anfassen kann. Was hier stockt, sieht man sofort: an der Kiste, die nicht kommt, am Gang, in dem jemand wartet.
Wenn hier jemand warten muss, merkt es das ganze Haus.
Zwei Türen weiter: sechzehn Systeme, verteilt auf zwei Brandabschnitte. Kühl, laut, unspektakulär. Fällt ein Abschnitt aus, läuft der Betrieb im anderen weiter.
Dieser Raum hat keine Kennzahl, die jemand im Tagesgeschäft ansieht. Er fällt erst auf, wenn er ausfällt — und genau deshalb wird er so gebaut, dass er das nicht tut.
An einem guten Tag betritt ihn niemand.
09:15 Uhr
Das ERP nimmt die Aufträge entgegen — aus dem Webshop, über EDI, von Plattformen. Es wickelt den Einkauf ab und steuert Fördertechnik, Kleinteilelager und die Geräte in den Händen der Leute. Ein System, an dem der komplette Tagesablauf hängt.
Die naheliegende Empfehlung wäre gewesen: ab in die Cloud. Wir haben abgeraten. Die verfügbaren Bandbreiten vor Ort tragen ein derart transaktionslastiges System nicht. Andere Microsoft-Dienste kommen längst aus der Cloud — dieses eine System gehört ins Haus. Gute Architektur heißt manchmal, den Trend nicht mitzumachen.
Zwei Türen weiter steht die Antwort darauf: sechzehn Systeme, verteilt auf zwei Brandabschnitte. Fällt ein Abschnitt aus, läuft der Betrieb im anderen weiter. Es ist kühl dort drin und ziemlich unspektakulär — ein Lüfterrauschen, ein paar grüne Lämpchen. An diesem Tag betritt den Raum niemand außer uns. Was in der Bilanz dieses Projekts als Erfolg zählt.
Der Weg dahin
Eine Umgebung, an der das Tagesgeschäft hängt, tauscht man nicht an einem Wochenende. Wir haben sie in Etappen abgelöst — jede für sich rückholbar.
01
Wir haben den Betrieb angeschaut, bevor wir etwas empfohlen haben — inklusive der Bandbreiten vor Ort. Ergebnis: das ERP bleibt im Haus.
02
Zwei Brandabschnitte, sechzehn Systeme, klare Failover-Wege. Auf dem Papier, bevor irgendetwas bestellt wurde.
03
System für System, immer mit Rückweg. Kein Stichtag, an dem alles auf einmal kippen konnte.
04
Seitdem läuft die Umgebung bei uns im Betrieb. Nodes kommen dazu, wenn das Geschäft es braucht.
Gedreht bei unserem Kunden
Wir waren einen Tag vor Ort und haben mitgefilmt — hochkant, damit die Clips direkt auf Social laufen. Das Material gehört auch dem Kunden: für die eigenen Kanäle, für Recruiting, für die Website. Wer nicht schauen will, liest das Zitat darunter.
Platzhalter Video · 0:38
„Ich merke von der IT nur eins: Der Scanner geht an und das Ding weiß, wo die Kiste steht. Vor ein paar Jahren war das anders — da hat man auch mal gestanden und gewartet. Heute stehe ich nur noch, wenn ich selbst was suche.“
Platzhalter Video · 0:52
„Mein Job ist, dass die Ware in 48 Stunden draußen ist. Wenn das System hakt, ist das keine IT-Frage mehr, sondern meine. Deshalb interessiert mich nicht, was da unten läuft — sondern nur, dass ich mich drauf verlassen kann. Kann ich.“
Platzhalter Video · 1:05
„Wir haben ein kleines Team und viel Fläche. Was ich nicht gebrauchen kann, ist ein Dienstleister, der mir erklärt, wie mein Haus funktioniert. Wir schauen auf dieselben Zahlen, und wenn was ist, muss ich nicht erst ein Ticket schreiben, um jemanden zu erreichen.“
Wir schauen uns an, was Ihr Geschäft in drei Jahren braucht. Dann bauen wir dafür.